Maria Claudia Wagner




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WEB DEVELOPERS



9. bis 30. Mai 2026
Raum für drastische Maßnahmen Berlin 

„Ich&Ich&Ich oder Wir? In der Ausstellung „Web Developers“ setzen wir uns mit dem Verhältnis von Individuum und Kollektiv auseinander. Indem wir unsere individuellen Arbeiten zu einer gemeinsamen verweben und collagieren, möchten wir über kollektive Repräsentation in einer Gesellschaft der Individuen nachdenken und diese als künstlerische Praxis und Bildexperiment etablieren. Wir wollen Netze imaginieren und eine kollaborative Praxis umarmen, in der Großzügigkeit uns leitet und Zusammenarbeit uns stärker macht.

Wir nehmen unser eigenes Material als Ausgangspunkt, zerschneiden es, um daraus etwas Gemeinsames zu schaffen. Damit stellen wir individualistische Repräsentationslogiken infrage, die auch in Ausstellungskontexten der bildenden Kunst sehr oft vorherrschen. Liegt im Kollektiven ein Moment der Selbstaufgabe oder der Affirmation? Und wie wird aus einer Vielzahl von Einzelpositionen eine gemeinsame? Wie webt man etwas zusammen, ohne sich als Individuum auszulöschen, sondern vielmehr stärker zu werden in der Gemeinschaft - stärker gerade, weil die anderen da sind? Kann ein kollektives Werk wie ein Protest funktionieren? Diese Fragen werden uns im Prozess der Installation begleiten.“

Text: Ben Lasse Pawelzik
Fotos: Anastasia Ntonteva







INSIDE2



12. bis 15. Februar 2026
HGB Rundgang 2026, Klasse für de Vivanco

Beim diesjährigen Rundgang untersucht die Klasse von Ivana de Vivanco die Beziehung, die unsere Bilder zu dem Raum eingehen, der sie umgibt. Dabei verstehen wir den Raum nicht als einen leeren Behälter, der sich durch seine geographischen Koordinaten und visuellen Eigenschaften auszeichnet - wir begreifen ihn vor allem als das, was darin vor sich geht. Er zeichnet sich durch die Art aus, wie wir darin sind, uns darin bewegen und fühlen, was wiederum bestimmt, auf welche Weise wir die Kunst darin erfahren.

Durch künstlerische Eingriffe in unsere Ausstellungsräume wollen wir dieses Wechselspiel zwischen unseren Arbeiten und deren Räumen untersuchen. Unsere Arbeiten werden hierbei nicht auf klassische Weise in den Raum gehangen; sie nehmen ihn ein, teilen ihn auf, öffnen oder verschließen ihn. In diesem Sinne verstehen wir die Ausstellung selbst als ein Um- und Neu-räumen: Bewegungen, in denen sich der Raum in seiner erfahrungsprägenden Funktion offenbart und sich in diesem performativen Akt zum Thema der Ausstellung macht.

Text: Paul Weiher
Fotos: Alexandra Ivanciu




IM ANGESICHT DER ZEITEN | FACING THE TIMES



11. März bis 16. Dezember 2026
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

In Zusammenarbeit mit der Fachklasse für Malerei Prof. Ivana de Vivanco und Elena Kovylyaeva | In collaboration with the painting class of Prof. Ivana de Vivanco and Elena Kovylyaeva

Mit der Ausstellung „Im Angesicht der Zeiten“ wird die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig wiedereröffnet.
 Die Schau nimmt die Darstellung der menschlichen Figur in der Leipziger Kunst seit den 1950er Jahren in den Blick. Gezeigt werden über 60 Werke aus der Kunstsammlung der Sparkasse Leipzig, darunter Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur. Vereint durch das Figurenmotiv offenbaren sie den stilistischen und motivischen Reichtum der Kunst aus Leipzig.

Durch die Kooperation mit der Klasse für Malerei und Grafik der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) unter der Leitung von Prof. Ivana de Vivanco und Elena Kovylyaeva zieht zudem das künstlerische „Jetzt“ in die Ausstellung ein. In den Ausstellungsräumen intervenieren die Künstler*innen an den Säulen. Gerade im Kontext einer Wiedereröffnung oder einer Reflexion über die Institution erscheint es folgerichtig, diese tragenden Strukturen künstlerisch zu befragen und mit zeitgenössischen Interpretationen der menschlichen Figur neu zu besetzen.

Fotos: Felix Pacholleck, Frenzy Hoehne




GRIDS



16. bis 24. Mai 2025
Kunstraum ORTLOFF

Seminar und Workshop von Maria Schumacher, Studierende aus den Fachklassen Drechsel und de Vivanco.

Das Raster ist weit mehr als ein bloßes Ordnungssystem – in der künstlerischen Auseinandersetzung wird es zum Werkzeug des Arbeitens oder zu einem formalen Element der Arbeit selbst. Das Raster wird zum konstitutiven Element einer ästhetischen Erfahrung. (...) Es kann als mathematische Grundlage, als Skelett eines Werkes dienen oder in den Vordergrund treten, im Bildraum selbst auftauchen und als eigenständige Figur funktionieren. Dabei ergeben sich unterschiedliche und je neue Fragen. (…)

Text: Paul Weiher
Fotos: Paul Altmann





Relativ offen.



21. bis 23. Februar 2025
Tapetenwerk Leipzig

Eine Ausstellung der Klasse de Vivanco (HGB Leipzig, Malerei) und der Klasse Rothe (AdbK Nürnberg, Bildhauerei).

Skulptur und Malerei treten in einen offenen Dialog – im Zusammenspiel von Form, Material und Farbe entstehen neue Verbindungen und Perspektiven, ebenso wie zwischen den beiden Klassen aus Nürnberg und Leipzig. Die Ausstellung lädt zur Erkundung und zum Experiment ein – mit viel Raum für Bewegung und Begegnung. Und dabei bleibt alles: relativ offen.

Text: Klasse Rothe & de Vivanco
Fotos: Felix Pacholleck




FAUST 500



20. Februar bis 21. Juni 2025
Mädler Art Forum 

Ein Projekt des MÄDLER ART FORUM mit Studierenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig und dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig anlässlich des fünfhundertjährigen Jubiläums von Auerbachs Keller Leipzig in 2025.

Goethes Faust I als feinsinnige und künstlerisch-gestalterisch höchst anspruchsvolle Adaption eines Klassikers in heutiger Wahrnehmung!

Wie sieht die jetzige Generation junger Erwachsener die Geschichte und welche Antworten werden heute auf alte Fragen gegeben?

Die Ausstellung umfasst

  • fünf handgefertige Buchobjekte mit Druckgrafiken und Texten aus ganz unterschiedlichen Betrachtungen zu Goethes Faust,
  • eine Grafikkassette mit zahlreichen Druckgrafiken sowie
  • mehrere originalgrafische Plakate.

Fotos: Ronny Aviram 






KAFFE KING



Leipziger Volkszeitung Februar 2025

Rundgang an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Austellung der Klasse de Vivanco „Achtung, die Kurve”

Foto: Andre Kempner




Achtung, die Kurve!



13. bis 16. Februar 2025
HGB Rundgang 2025, Klasse de Vivanco

(...) Wir gehen davon aus, dass der Kontext, im dem uns eine Sache erscheint, grundlegend die Art und Weise beeinflusst, wie wir diese Sache wahrnehmen und darüber urteilen. Es ist darum nicht verwunderlich, dass die Inszenierung von Kunstwerken selbst einen großen Teil der künstlerischen Praxis ausmacht. In der Malerei dient der Bildrahmen seit jeher dazu, ein Werk in Szene zu setzen. Dabei zieht er klassischerweise eine Grenze zur Umgebung und sagt damit: „ab hier beginnt Kunst“. Der Rahmen trennt das Bild von seinem Umfeld, fokussiert es und strukturiert dabei den Blick der Betrachtenden. Er dient als eine Bühne und verstärkt die Wirkung des Bildes.

In der diesjährigen Ausstellung zum Rundgang beschäftigt sich die Klasse von Ivana de Vivanco mit dem Bildrahmen im erweiterten Sinne. Mit künstlerischen Mitteln stellen wir den Rahmen in Frage und untersuchen ihn in seiner bedeutungsformenden Funktion. Was ist ein Rahmen und was kann er sein? Wo hört er auf, das Bild zu inszenieren und ab wann wird die Inszenierung selbst zur Kunst? (...) Die Ausstellung versteht sich als Experiment, das nicht nur die Kunstwerke, sondern auch den Akt des Betrachtens in den Fokus rückt und befragt. 

Text: Paul Weiher
Fotos: Jan Lessmann

© Maria Claudia Wagner